Andacht April 2009

1. Februar 2024, 15:33 Uhr - vor 3 Monaten aktualisiert

„Gebet ist die größte Möglichkeit der Menschen, aber es nimmt den kleinsten Raum in ihrem Tun ein…. Allen Menschen steht im Gebet die Tür zu Gott weit auf, aber nur die wenigsten gehen wirklich hindurch… Wir glauben, dass das Gebet am meisten bewirkt, aber wir leben, als ob unser Wirken am meisten ergibt. Gebet ist die sicherste Möglichkeit, an allen Gaben Gottes teilzuhaben, aber nirgends sind wir so unsicher wie im Leben des Gebets. Gott weiß, was wir brauchen, ehe wir ihn darum bitten, aber er möchte es uns geben, wenn wir ihn bitten.“ (Kühner, A., Eine ruhige Minute, S.114f.).

Betrachte ich meine geistliche Erfahrung, dann stelle ich fest, dass ich ganz anders bete, wenn meine menschlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Wenn ich keinen „Plan B“ mehr in der Tasche habe, falls Gott mein Gebet doch nicht erhören sollte. Wenn ich keinen Ausweg mehr sehe und sich alle meine Hoffnungen auf die Veränderung einer Situation zerschlagen haben.

Brauche ich Gottes Eingreifen und seine Allmacht, wenn ich es auch „allein“ hinbekomme? Solange ich denke, dass meine Ressourcen ausreichen, um die Probleme und Herausforderungen zu meistern, stehe ich in der Gefahr, mich mehr auf mich selbst zu verlassen. Gottes Wunder brauchen Menschen, die sich ihrer Hilflosigkeit und Schwäche bewusst sind, denn

„…die größten Siege der Gemeinde Christi oder des einzelnen Christen werden nicht durch Begabung oder Bildung, nicht mit Hilfe von Reichtum oder menschlichem Wohlwollen gewonnen. Es sind die Siege, die im Sprechzimmer Gottes errungen werden, wenn ernster, verzweifelt kämpfender Glaube den Arm des Mächtigen ergreift.“ (White, E.: PP, S. 177)


Author

Thomas Knirr

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