Andacht August/September 2009

1. Februar 2024, 15:33 Uhr - vor 3 Monaten aktualisiert

Liebe Freunde,

„Bittet um Demut, Weisheit, Mut und Wachstum im Glauben. Jedes aufrichtige Gebet wird beantwortet. Es kann sein, dass es anders kommt, als du es gewünscht hast, oder zu einer anderen Zeit als du es erwartet hast; aber es wird kommen, so wie es zu deinem Besten nötig ist. Alle Gebete, die du in Einsamkeit, Überdruss und Versuchungen darbringst, wird Gott beantworten, nicht immer entsprechend deinen Erwartungen, aber immer für dich zum Guten“ (White, Gospel Workers, S.258).

Warum muss ich eigentlich beten, wenn es dann doch nicht so kommt, wie ich es wollte? Warum soll ich Gott meine Wünsche sagen, wenn er sowieso schon weiß, was ich brauche? (Matth. 6,8). Das Gebet ist nicht dazu gedacht, bei Gott irgendwie meinen Willen „durchzuboxen“. Im Gegenteil, ich soll offen sein für Gott und Seinen Willen. Denn beim Beten geht es in erster Linie nicht um meine vielen Anliegen, sondern um mein geistliches Wachstum! Kann ich Gott vertrauen, dass Er es richtig macht mit mir? Bin ich mir sicher, dass Er der liebende Vater ist, der sich um mich kümmert und dem ich so wertvoll bin, dass Er alles für mich gegeben hat?

W. Becker hat es so ausgedrückt: „Beten ist Begegnung mit Gott – mit Gott, der mich kennt, versteht, durchschaut, und trotzdem liebt. In dieser Begegnung mit Gott kommt es nicht mehr darauf an, was ich denke und will, ist es nicht wichtig, dass Gott von mir erfährt, was ich vorhabe, sondern dass ich erfahre, was Gott denkt, sagt und will!… Aber auch das andere liegt in dieser Begegnung: Bei Gott finde ich das Gegenüber, zu dem ich kommen kann aus aller Wirrnis des Denkens, mit aller Schuld und Not. Das kann mich erschüttern, aber auch befreien.“ (Im Kraftfeld Gottes, S.5).

Im Gebet werde ich befreit von meinem auf mich selbst eingekrümmten Blick und gebe Gott die Möglichkeit, mir seinen Plan zu entfalten. Ich darf stille werden vor IHM in der Geborgenheit seiner Freundschaft. Und immer mehr verstehe ich, dass Gebet kein Mittel ist, um etwas zu bekommen, sondern um etwas zu sein.


Author

Thomas Knirr

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