Andacht Juli 2009

1. Februar 2024, 15:33 Uhr - vor 3 Monaten aktualisiert

Seit vier Monaten schreibe ich euch Gedanken über das Gebet und ich hoffe und bete, dass der eine oder andere davon profitieren kann. Warum legen wir einen so großen Wert auf das Gebet? Ganz einfach: Weil Jesus es auch getan hat. Besonders im Lukasevangelium wird immer wieder gezeigt, welchen Stellenwert das Gebet für Jesus hatte. Manche nennen das Lukasevangelium darum auch „Evangelium des Gebets“. Die anderen Evangelisten berichten, dass Jesus nach seiner Taufe im Wasser des Jordan stand, als der Heilige Geist auf ihn herabkam. Lukas beschreibt außerdem, dass dies geschah, während er betete. Alle Evangelien berichten, dass Jesus zwölf Jünger erwählte. Lukas zeigt, dass Jesus vorher eine Nacht im Gebet verbrachte. Die anderen Evangelisten sagen, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Lukas erweitert das Bild, indem er das Gebet des sterbenden Jesus für seine Verfolger überliefert. Die anderen Evangelisten berichten, dass Jesus auf einen Berg ging und dort verklärt wurde. Lukas beschreibt, dass dies geschah: „…als er betete…“ (Lukas 9,29).

Für Jesus war es eine lebenswichtige Gewohnheit zu beten. Obwohl er der Sohn Gottes war und für seinen Dienst auf der Erde bestens ausgerüstet, sah er eine Notwendigkeit, immer wieder die Gemeinschaft mit Gott im Gebet zu suchen.

Wenn Jesus so großen Wert auf das Gebet legte, wie viel mehr brauchen dann wir das Gebet? Ich möchte dich ermutigen anzufangen, dein Gebetsleben Stück für Stück auszuweiten und darin zu wachsen.

Einige Touristen besichtigten ein malerisches Dorf. An einem Zaun sahen sie einen alten Mann sitzen. Einige der Besucher fragten ihn: „Sind in diesem Dorf irgendwelche großen Männer geboren worden?“ Ohne aufzublicken sagte der Mann: „Nein, nur Säuglinge.“

Auch die größten Männer waren einmal Säuglinge. Auch die „größten“ Beter haben einmal klein angefangen. Fang doch heute an, darin zu wachsen. Es gibt nichts, was mehr Veränderung schafft als das Gebet!


Author

Thomas Knirr

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