Andacht Mai 2011

1. Februar 2024, 15:33 Uhr - vor 3 Monaten aktualisiert

„Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend; und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten,…“ (Lukas 12,35.36).

In dem Bild von den umgürteten Lenden und den brennenden Lichtern wird die Bereitschaft ausgedrückt aufzubrechen. Man muss sich nicht erst anziehen und zurecht-machen, man ist bereit zu starten  und das unabhängig von der Tageszeit. Leben wir in dieser Bereitschaft, dem Herrn zu begegnen? Sind wir Menschen, die auf ihren Herrn warten? Durchdringt diese Hoffnung auf unseren wiederkommenden Herrn unser ganzes Leben? Sind wir uns dessen noch bewusst,  dass wir hier „keine bleibende Stadt“ haben und „Fremdlinge“ sind (vgl. Hebräer 13,14; 11,13-16)?

Wenn unser „Bürgerrecht aber im Himmel [ist], von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten…“ (Philipper 3,20), warum legen wir dann so großen Wert auf vergängliche Dinge? Warum lassen wir uns dann vom Konsumgeist um uns herum anstecken? Warum scheint dann unser Wohlstand wichtiger zu sein als unser geistliches Wohlergehen?  Warum fällt es uns dann so schwer, Opfer zu bringen, wenn es um die Errettung von Menschen geht, die Jesus nicht haben?  Kann es sein, dass viele von uns zwar noch etwas über diese „selige Hoffnung“ wissen aber wir nicht wirklich davon motiviert sind?

Wie können wir erwarten in die heilige Stadt einzuziehen, wenn wir das Kommen von Jesus nicht herbeisehnen und „beschleunigen“ (vgl. 2. Petrus 3,12)? Aber Achtung: Angst ist eine schlechte Motivation: „Die Kürze der Zeit treibt uns an, recht zu leben und Christus zu unserem Freund zu machen. Das ist aber nicht das beste Motiv. Es schmeckt nach Egoismus. Ist es nötig, uns die Schrecken der Endzeit vor Augen zu halten, um uns dazu zu bringen, dass wir aus Angst das Richtige tun? Das soll nicht sein.

Jesus ist die Anziehungskraft. Er ist voller Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl… Jesus, die Majestät des Himmels, möchte die zur Gemeinschaft mit ihm erheben, die zu ihm mit ihren Lasten, ihren Schwachheiten und ihren Sorgen kommen.”(Review and Herold, 2. Aug. 1881). Gehen wir doch zu Jesus und bitten IHN von ganzem Herzen, dass er uns neue, tiefe  Liebe zu ihm und den Menschen um uns herum  schenkt. ER wird uns erwecken und neu begeistern, damit wir das leben, was wir vorgeben zu sein.


Author

Thomas Knirr

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