Andacht Januar 2012

1. Februar 2024, 15:33 Uhr - vor 3 Monaten aktualisiert

„Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lukas 21,28)

Nun ist es also da, das Jahr, in dem die Welt untergeht… zumindest nach Meinung von vielen Zeitgenossen. Gibt man bei Google „Weltuntergang 2012“ ein, bekommt man als Ergebnis fast 245.000 Seiten, die in irgendeiner Form diese Thematik aufgreifen. Als Stichtag wird immer wieder der 21.12.2012 genannt, da hier angeblich der Kalender der Maya zu Ende geht, der auf exakten astronomischen Berechnungen aufgebaut sein soll. Wer sich allerdings ein bischen näher damit beschäftigt, stellt schnell fest, dass es sich hier um völlig haltlose Spekulationen esoterischer Zirkel handelt, die die gegenwärtige Weltlage vor ihren anti-göttlichen Karren spannen wollen.

Mit der Angst und Unsicherheit der Menschen konnten schon immer die besten Geschäfte gemacht werden. In der Botschaft Gottes, die wir  als Adventgemeinde zu verkündigen haben, stehen aber nicht die Katastrophen und das Weltende im Mittelpunkt. Es ist Gottes großer und endgültiger Neubeginn, die Rechtfertigung seines Charakters, die Wiederherstellung des Ausgangszustandes seiner Schöpfung. „Der große Kampf ist beendet. Sünde und Sünder sind nicht mehr. Das ganze Weltall ist rein. Eintracht und Freude herrschen in der ganzen unermesslichen Schöpfung. Von dem, der alles erschuf, fließt Leben, Licht und Freude über alles Gebiete des grenzenlosen Raumes. Vom kleinsten Atom bis zum größten Weltenkörper erklärt alle lebende und unbelebte Natur in ungegetrübter Schönheit und vollkommener Freude: Gott ist die Liebe.“ (Ellen White, Der große Kampf, S.677).

Natürlich stehen bis dahin noch manche Auseinandersetzungen und Herausforderungen ins Haus – aber Gott bringt uns ans Ziel, ihm dürfen wir vertrauen, Er hält alles in seiner Hand. Daher brauchen wir unseren Kopf nicht „in den Sand stecken“, wenn wir das alles sehen. Wir dürfen ihn zuversichtlich erheben, weil sich unsere Erlösung naht. Mit diesem Blick kann das Ende 2012 gerne kommen, weil es nicht einfach nur „das Ende“ ist, sondern wir dann endlich zu Hause sind.


Author

Thomas Knirr

Weitere Andachten