Die Gemeinde als Leib

1. Februar 2024, 15:33 Uhr - vor 4 Monaten aktualisiert

Denn wie der Leib eine Einheit ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber trotz ihrer Vielheit einen Leib bilden, so ist es auch mit Christus. Denn durch einen Geist sind wir alle durch die Taufe zu einem Leibe zusammengeschlossen worden, wir mögen Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie sein, und wir sind alle mit einem Geist getränkt worden. (1.Korinther 12,12-13 nach Menge)

Dadurch dass die Zellen im Körper sich immer wieder erneuern, erneuert sich der menschliche Körper alle paar Jahre fast ganz und doch ist es immer noch derselbe Mensch. Der Geist des Menschen erneuert sich nicht ständig, nein im Idealfall wächst er beständig. Ist es im Geistlichen und in der Gemeinde nicht ganz ähnlich? Über die Jahre gehen Geschwister und es kommen Neue dazu und doch soll der Geist der Gleiche bleiben. Er soll keine Rückschritte machen, noch eine „gespaltene Persönlichkeit“ bilden, nein er soll wachsen. Mir sagt das, dass es im Gemeindeleben Veränderungen geben darf, aber der Geist darf sich nicht ändern, dieser muss der Gleiche sein, ja er soll sogar zunehmen. Wenn wir in diesem Bild bleiben: Was schwächt oder verändert den Geist? An dieser Stelle nur drei Punkte: Wenn der Leib anfängt sich um sich selbst zu drehen. Wenn wir als Gemeinde unseren Auftrag aus den Augen verlieren. Wenn wir anfangen Kompromisse, des Friedenswillen, einzugehen. Was hingegen stärkt den Geist? Selbstloser Dienst am Nächsten. Wenn wir dem nachkommen, wofür uns Gott in die Welt gerufen hat, nämlich die dreifache Engelsbotschaft mit lauter Stimme zu verkündigen.

Ellen White schreibt, dass neun Zehntel aller Krankheiten ihren Ursprung im Gemüt haben (Zeugnisse Band 2, S. 126). Übertragen wir das auf unser Bild der Gemeinde als Leib heißt das, dass wir als Gemeinde und auch als Glieder nur gesund bleiben können, wenn wir den rechten Geist haben. Und das kann nur funktionieren, wenn Christus stets unser Haupt bleibt.

Lasst uns nicht in der Gemeinde nach Individualismus oder nach Macht streben. Lasst uns achtgeben, dass wir nicht zum Krebsgeschwür werden. Lasst uns einer den Anderen höher achten als uns selbst und Gottes Geist Raum geben uns dahin zu stellen, wo Er uns vorgesehen hat.


Author

Jonathan Bäcker

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