Suche mich!

Veröffentlicht: 1. Juli 2026

Hast du Gott schon einmal gesucht? Wer suchet der findet, oder? Wahrscheinlich hast auch du schon mal deinen Schlüssel, Geldbeutel oder Handy verlegt. Wie intensiv hast du gesucht? Du hast bestimmt nicht mit den Achseln gezuckt und nichts getan. Du hast alles dir Mögliche unternommen, um diesen wichtigen Gegenstand wiederzufinden! Hast du Gott schon einmal so gesucht, wie du diese Dinge suchen würdest? Nicht nur ein-, zweimal gebetet: „Herr, zeige dich mir.“ In Jeremia 29,13-14 lesen wir: „Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, …“ Das ist eine Verheißung! Und Gott ist kein Lügner. Er hält seine Versprechen. Aber hast du schon einmal von ganzem Herzen gesucht?

Eine Zeit lang war mir der Fernseher das Wichtigste im Leben. Und ich dachte, wenn ich nun zu Gott kommen will, muss ich erstmal meine Seriensucht in den Griff bekommen. Vielleicht denkst auch du: „Ich muss erst diese Sünde ablegen.“ Oder: „Gott kann mich erst annehmen, wenn ich jene schlechte Angewohnheit losgeworden bin.“ Lass mich dir eines sagen: Es ist Satan, der dir das einreden möchte! Es stimmt schon, in Jesaja 59,2 steht: „Eure Schuld – sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht.“ Aber dass wir Sünden überwinden, ist Gottes Kraft, nicht unsere. Er schenkt das Wollen und das Vollbringen (Philipper 2,13). 

Letztlich bekamen mein Mann und ich ein Andachtsbuch mit Gebeten um den Heiligen Geist in die Hände. Endlich blieben wir dran. Wir lasen jeden Tag einen kurzen Abschnitt und beteten, dass Gott den ersten Platz in unserem Leben einnehmen möge. Anfangs fügte ich in Gedanken immer noch hinzu: „Herr, aber nimm mir nicht den Fernseher.“ Aber als wir mehrere Wochen so beteten, verschwand dieser gedankliche Zusatz. Mein Vertrauen zu Gott wuchs, und er ließ Dinge in unserem Leben geschehen, in denen wir ganz besonders seinen Beistand erleben durften. Um den Fernseher kümmerte er sich viel später und auf eine ganz andere Art und Weise.

Hast du Angst, Gott jeden Bereich deines Lebens zu übergeben? Zweifelst du vielleicht daran, dass er es wirklich gut mit dir meint? Manchmal denken wir, der Preis echter Nachfolge ist zu hoch. Aber unser Vater im Himmel sagt: „Ich weiß wohl, was für Gedanken ich über euch habe, … Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Jeremia 29,11). Ich bitte dich – suche!


Patricia Homm

Impulse für den Tag